2006-09-15

Papst und Madonna





Der momentane Papst ist aus Bayern und seit 480 Jahren der erste deutsche Papst. Als er gewählt worden war, waren viele enttäuscht darüber, warum doch nicht ein Schwarzer Papst sein durfte...Man hat gewußt, dieser Papst ist einer von den Schlimmsten...Das heisst nicht zivilisiert genug um eine hochrangige geistige Rolle zu führen. Schließlich haben ja viele Christen nicht umsonsten sich von der katholischen Kirche distanziert. Man kennt diese primitiven Strukturen der religiösen Machteiferer sooo gut... Ohne Luther würde mit Christentum echt traurig ausschauen.
Die katholische Kirche war schon seit langem besorgt um seine Klientelschaft. Viele haben sich in Österreich von der Kirche abgemeldet. Die Feindschaft auf Islam in deutschsprachigen Medien war viel stärker als in anderen Sprachen. Das wollte wahrscheinlich der Papst für sich selbst ausnützen... Das heißt Werbung machen für die Kirche in einer Zeit der erfundenen Kulturkämpfe...
Was würde Freud zum Papst sagen? Ein Mann mit größtem sexuellen Verzicht! Er steht für Liebe aber in seinem Leben gibt es keine einzige Frau außer der heiligen Mutter. Er hat keine Kinder. Er kennt die Liebe nicht wirklich. Seine ganze Energie gilt der weltlichen Machtstellung... Es bleibt ja ihm nicht viel übrig...
Für Freud wäre er ein einfacher Fall. Ohne Eros fließt seine ganze Energie in die weltliche Machtstellung...
Er kann sich selbst beherrschen. Ohh Gott, das kann er! Das ist auch das Einzige, was er kann. BEHERRSCHEN. Das will er aber ordentlich machen. Die ganze Welt beherrschen bitte, wenn es geht!
Er ist ein Ödipler ersten Grades... Es gibt nur das Eine... Einheitsideal und Ödipus haben sehr viel miteinander zu tun... Wenn es keine "fremde Frau" im Spiel ist, dann ist die Mutter die Heilige...
Die Muttersprache, das Mutterland, die Religion...
Deswegen haben matriarchalische Regression und die Religion miteinander so viel zu tun...
Mir fällt nun der Fall Natascha Kampusch ein. Wieder mal ein Muttersöhnlein ersten Grades. Gestörtes Verhältnis zur "fremden" Frau...
Nur meine Mutter, nur meine Nation, nur meine Religion...
Aber das patriarchalische Prinzip schneidet diese Urbindung ab und öffnet erst den Weg für die Zivilisation. Luther war auch deswegen sehr wichtig als Persönlichkeit.

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