2007-05-05

giovanni battista sidotti

Sidotti ist ein italienischer Jesuit, der trotz des Verbotes nach Japan reist und dort den König des Landes bekehren will. Also ich sag kein Wort. Man muss echt spinnen, um so ein Vorhaben zu haben. Oder? Der Papst gibt ihm die Erlaubnis ungerne aber er besteht ja darauf. Ich waere gespannt auf die Vorgeschichte solcher Leute, die m M nach eindeutig spinnen.
Dort in Japan wird er verhaftet, befragt und eingekerkert. Aber als guter Katholik gibt er nicht auf und versucht dort die Waechter zu bekehren. Daraufhin wird er getötet.
Der İntellektuelle des Landes Arai Hakuseki laesst mit ihm auf Gespreache ein und schreibt nachher ein Buch. Das Buch heisst Seiyo Kibun. Waere schön, das Buch mal in die Hand nehmen zu können.
Sidotti als Figur sollte mit anderen verglichen werden. Sein Vorhaben war ja ein Vorhaben seiner eigenen Psyche. Er hat eigentlich nicht gewusst, was er wollte. Nun konkret. Die japanische Flora beobachten zu wolen ist ein konkretes Ziel, zum Beispiel.
Oder Geld verdienen zu wollen ist auch ein konkretes Ziel. 'Mit einer Heldentat' sterben zu wollen, ist kein konkretes Ziel. Natürlich muss man nicht konkrete Ziele haben immer. Dann muss man aber selber ein anderer Mensch sein.

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